Zeitspanvolumen berechnen: Fräsen und Drehen
Das Zeitspanvolumen sagt, wie viel Werkstoff das Werkzeug pro Minute abträgt – für Fräsen und Drehen. Damit vergleichen Sie Schnittwerte und schätzen die Zeit für das Schruppen.
Offenes Tabellenbuch, irot · https://erstmuster.irot.com/wissen/tabellenbuch/zeitspanvolumen-berechnen/ · CC BY-SA 4.0
Zeitspanvolumen beim Fräsen
Q = ae · ap · vf / 1000
Q in cm³/min · ae Arbeitseingriff (radiale Schnittbreite) in mm · ap Schnitttiefe in mm · vf Vorschubgeschwindigkeit in mm/min.
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Zeitspanvolumen beim Drehen
Q = vc · f · ap
vc Schnittgeschwindigkeit in m/min · f Vorschub je Umdrehung in mm · ap Schnitttiefe in mm; Q kommt in cm³/min heraus (der Faktor 1000 von m zu mm und der Faktor 1/1000 von mm³ zu cm³ heben sich auf).
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Beispiele
Fräsen: 10 mm breit, 5 mm tief, 600 mm/min: 10 · 5 · 600 / 1000 = 30 cm³/min. Drehen: 200 m/min, 0,2 mm, 2 mm: 200 · 0,2 · 2 = 80 cm³/min.
Was das Zeitspanvolumen sagt
- Schruppzeit: Volumen, das weg muss, geteilt durch Q. 400 cm³ Aufmaß bei 80 cm³/min sind fünf Minuten reine Schnittzeit.
- Schnittwerte vergleichen: Eine größere Zustellung bei kleinerem Vorschub kann dasselbe Q ergeben, belastet das Werkzeug aber anders.
- Maschinenleistung: grob P = Q · kc / (60 000 · η) in kW, mit Q in cm³/min, kc als spezifischer Schnittkraft in N/mm² und η dem Wirkungsgrad der Maschine. Den Wert für kc liefert der Werkzeughersteller für Ihren Werkstoff.
- Grenzen: Das Zeitspanvolumen sagt nichts über Oberfläche, Standzeit oder Rattern. Die Schnittzeit einer Bahn berechnet der Rechner für Drehzahl und Vorschub.
Häufige Fragen
Wie berechnet man das Zeitspanvolumen beim Fräsen?
Mit Q = ae · ap · vf / 1000 in cm³/min: Arbeitseingriff mal Schnitttiefe mal Vorschubgeschwindigkeit. 10 mm · 5 mm · 600 mm/min ergeben 30 cm³/min.
Wie berechnet man das Zeitspanvolumen beim Drehen?
Mit Q = vc · f · ap in cm³/min, wenn vc in m/min und f und ap in mm stehen. 200 m/min · 0,2 mm · 2 mm ergeben 80 cm³/min.
Sagt das Zeitspanvolumen etwas über die Maschinenleistung?
Nur zusammen mit der spezifischen Schnittkraft kc des Werkstoffs: grob P = Q · kc / (60 000 · η) in kW. kc nennt der Werkzeughersteller.
Quellen und Stand
- Grundformeln der Zerspanung; keine Norm. Schnittkraftwerte stehen nicht auf dieser Seite, weil sie vom Werkstoff und vom Werkzeug abhängen und beim Hersteller zu lesen sind.
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